Aufenthalt

Aufnahme: Wer kann kommen?

Das Hospiz Bern nimmt erwachsene Menschen aus dem Kanton Bern auf, die an einer fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung leiden und sich in ihrer letzten Lebensphase befinden. Ziel ist die bestmögliche Lebensqualität und Linderung von Beschwerden.

Es sind Menschen in einer komplexen medizinischen Pflege- und Betreuungssituation, die zu Hause nicht mehr bewältigt werden kann. Eine Behandlung im Spital würde keine Verbesserung mehr bringen. Weder Spital noch Pflegeheim sind der passende Ort. Oft sind es auch jüngere, noch im Berufsleben stehende Menschen.

Wenn die Pflege zu Hause plötzlich an ihre Grenzen stösst, sind auch kurzfristige Entlastungsaufenthalte möglich, falls Platz vorhanden ist.

Das Hospiz Bern steht allen Menschen offen, unabhängig von Herkunft, Glauben oder finanzieller Situation.

Anmeldung und Zuweisung

Eine Anfrage für einen Aufenthalt im Hospiz Bern können stellen:

  • Betroffene selbst und ihre Angehörigen
  • Hausärztinnen und Hausärzte
  • Spitäler und Kliniken
  • Spitex-Organisationen

Von der Anfrage bis zum Eintritt

1. Kontaktaufnahme

Eine Anfrage ist per Telefon oder über das Anmeldeformular möglich. Das Hospiz ist werktags erreichbar und meldet sich so rasch wie möglich.

Das Hospiz Bern ist erreichbar unter: 031 337 72 27 ∙ Kontaktformular

2. Erstgespräch

In einem persönlichen Gespräch klären Betroffene, Angehörige und das Hospiz-Team gemeinsam die Situation, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten.

3. Eintritt

Der Eintritt ins Hospiz wird gemeinsam so geplant, dass der Übergang möglichst ruhig verläuft.

Kosten und Finanzierung

Die Finanzierung basiert auf dem System der Pflegefinanzierung der stationären Langzeitpflege:

  • Krankenkasse: Die obligatorische Grundversicherung übernimmt einen Teil der Pflegekosten.
  • Kanton: Der Kanton Bern beteiligt sich an den Restkosten der Pflege.
  • Eigenanteil: Für Aufenthalt und Betreuung fällt ein täglicher Eigenanteil an.

Für finanzielle Notlagen verfügt die Stiftung Hospiz Mon Soleil Bern über einen Unterstützungsfonds. Ein Aufenthalt soll nicht an der finanziellen Situation scheitern.

Wir klären die Kostenfragen gerne in einem persönlichen Gespräch.

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Häufige Fragen (FAQ)

Was ist ein Hospiz?

Ein Hospiz ist eine kleine, wohnliche Einrichtung für Menschen, die an einer fortgeschrittenen, unheilbaren Krankheit leiden und die am Ende ihres Lebens stehen. Lebensqualität, Würde und Geborgenheit stehen in dieser letzten Lebensphase im Vordergrund. Ein Hospiz vereint spezialisierte Palliative Care und Sterbebegleitung unter einem Dach.

Was unterscheidet ein Hospiz von einer spezialisierten Palliative Care Abteilung?

Auf einer spezialisierten Palliative Care Abteilung werden schwerkranke Menschen in akuten Krisensituationen behandelt. Der Aufenthalt ist auf ein bis höchstens drei Wochen begrenzt. Ziel ist, Beschwerden zu lindern und eine gute Lösung für die Zeit danach zu finden. Im Hospiz steht die Pflege und Begleitung in der letzten Lebensphase im Vordergrund. Die Betroffenen bleiben bis zum Tod im Hospiz.

Was unterscheidet ein Hospiz von einem Spital?

Im Spital steht die medizinische Behandlung im Zentrum. Ein Hospiz setzt dort an, wo das Spital keine Verbesserung mehr bringen kann. Hier geht es um Wohlbefinden, Nähe und eine einfühlsame Begleitung am Ende des Lebens.

Was unterscheidet ein Hospiz von einem Pflegeheim?

Ein Pflegeheim bietet pflegebedürftigen Menschen ein langfristiges Zuhause. Ein Hospiz begleitet Menschen in ihrer letzten Lebensphase, für die weder ein Akutspital noch ein Pflegeheim der passende Ort ist. Das betrifft häufig auch jüngere Menschen. Die Begleitung schliesst immer auch die Angehörigen mit ein.

Was bedeutet Palliative Care?

Palliative Care ist ein Behandlungsansatz für Menschen mit schweren, unheilbaren Krankheiten. Das Ziel ist die bestmögliche Lebensqualität bis zum Tod. Dazu gehören die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden sowie die Unterstützung von Angehörigen. Palliative Care bejaht das Leben und betrachtet das Sterben als natürlichen Prozess.

Wie lange kann man im Hospiz bleiben?

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach der individuellen Situation. Es gibt keine feste Begrenzung. Manche Menschen bleiben wenige Tage, andere mehrere Wochen. Wir begleiten so lange, wie es gebraucht wird.

Können Angehörige oder Nahestehende übernachten?

Ja, wenn die Patientin oder der Patient es wünscht. Wir stellen ein zusätzliches Bett im Zimmer bereit. Es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe des Hospizes.

Gibt es Besuchszeiten?

Nein. Angehörige und Besuchende sind jederzeit willkommen, auch nachts.

Kann man persönliche Gegenstände mitbringen?

Ja. Persönliche Gegenstände, Fotos, ein eigenes Kissen oder eine Decke helfen, sich wohlzufühlen. Auch kleinere Möbelstücke sind nach Absprache möglich. Was mitgebracht werden kann, besprechen wir im Aufnahmegespräch.

Kann man ein Haustier mitbringen?

Besuche von Haustieren sind möglich. Wir versuchen, im persönlichen Gespräch individuelle Lösungen zu finden.

Was passiert, wenn sich der Zustand verbessert?

Das kommt vor. Wenn eine Betreuung zu Hause oder in einer anderen Einrichtung wieder möglich ist, helfen wir, eine Anschlusslösung zu organisieren.

Leistet das Hospiz Sterbehilfe?

Das Hospiz Bern leistet keine Beihilfe zum Suizid. Wir begleiten den natürlichen Sterbeprozess und setzen alles daran, Leiden zu lindern.

Was passiert nach dem Tod?

Wir geben Zeit und Ruhe. Die verstorbene Person kann bis zu zwei Tagen im Zimmer bleiben, so dass Angehörige ungestört Abschied nehmen können. Wir unterstützen bei den nächsten Schritten und vermitteln bei Bedarf Kontakte für Bestattung und Trauerbegleitung.